Heinrich Hoffmann von Fallersleben

„Deutschland, Deutschland über alles,

Über alles in der Welt,

Wenn es stets zu Schutz und Trutze

Brüderlich zusammenhält,

Von der Maas bis an die Memel,

Von der Etsch bis an den Belt –

Deutschland, Deutschland über alles,

Über alles in der Welt!

Deutsche Frauen, deutsche Treue,

Deutscher Wein und deutscher Sang

Sollen in der Welt behalten

Ihren alten schönen Klang,

Uns zu edler Tat begeistern

Unser ganzes Leben lang –

Deutsche Frauen, deutsche Treue,

Deutscher Wein und deutscher Sang!

Einigkeit und Recht und Freiheit

Für das deutsche Vaterland!

Danach lasst uns alle streben

Brüderlich mit Herz und Hand!

Einigkeit und Recht und Freiheit

Sind des Glückes Unterpfand –

Blüh im Glanze dieses Glückes,

Blühe, deutsches Vaterland!“

Nicht nur weil’s so schön ist und um die Antifanten und Umerzogenen zu peinigen, habe ich unser Deutschlandlied aufgesagt. Denn dessen Verfasser – unser großer deutscher Dichter Heinrich Hoffmann von Fallersleben – hat heute Geburtstag und den lassen wir Panzertiere natürlich nicht ungefeiert. Zu Fallersleben im Sachsenland wurde unser Barde 1798 geboren und als Kind eines Bürgermeisters und Gastwirtes konnte er ab 1818 in Göttingen die Gotteskunde studieren. Ein Pfaffe ist er aber trotzdem nicht geworden. Dafür sorgten unsere Gebrüder Grimm und wiesen ihm den Weg zu unserer deutschen Sprache. Als Gelehrter war unser Heinrich von Fallersleben so gut, daß er schon 1830 einen eigenen Lehrstuhl an der Breslauer Universität erhielt. Nebenher veröffentliche er seine Gedichte und Lieder. In denen unser Heinrich von Fallersleben mit unseren deutschen Fürsten und den Zuständen in unserem deutschen Vaterland recht hart ins Gericht ging und bisweilen auch reichlich Hohn und Spott über diese ausgoss. Daher enthob ihn 1842 unser Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. seines Lehrstuhls und verwies ihn des Landes. Ein Wanderleben gleich unseren alten Minnesängern mußte unser Heinrich von Fallersleben daraufhin führen. Erst 1855 fand unser Dichter in Corvey eine neue Heimstatt und eine Anstellung als Büchermeister. Glück in der Liebe fand er erst sehr spät und leider auch nur sehr kurz – im Jahre 1849 heiratete unser Heinrich von Fallersleben nämlich seine Angebetete Ida vom Berge, deren Lebensfaden die Nornen aber schon 1860 durchtrennten. Vier Kinder hatte das Paar. Die Werke unseres Dichters sind in den Bänden „Deutsche Lieder aus der Schweiz“, „Bonner Burschenlieder“, „Die Schöneberger Nachtigall“, „Die schlesische Nachtigall“, „Allemannische Lieder“, „Jägerlieder“, „Buch der Liebe“, „Unpolitische Lieder“, „Vierundvierzig Kinderlieder“, „Maitrank“, „Hoffmann’sche Tropfen“, „Soldatenlieder“, „Findlinge“, „Lieder für Schleswig-Holstein“ oder „Vaterlandslieder“ zu finden. Die Anschaffung ist gar sehr zu empfehlen. Ausgesucht habe ich mir von den Idaliedern das schwermütige Gedicht „Alles scheidet, liebes Herz!“ als Kostprobe unseres Heinrichs von Fallersleben:

Alles scheidet, liebes Herz!

Aber Alles kehret wieder:

Auch die Freude läßt sich nieder

Wo noch eben weilt der Schmerz.

Fasse Mut! es kehrt Dein Glück,

Liebes Herz, auch Dir zurück!

Alles scheidet, liebes Herz!

Trost und Hoffnung will nicht scheiden.

Hoffe dann in Deinem Leiden,

Tröste Dich in Deinem Schmerz!

Trost und Hoffnung blieb auch Dir

Darum freue Dich mit mir!

Frühling ist es weit und breit.

Laß das Härmen, laß das Klagen!

Fasse Mut in diesen Tagen!

Freue Dich der Frühlingszeit!

Sing‘ auch Du mit frohem Schall,

Singe wie die Nachtigall!“

Herzog Karl V. von Lothringen, unser Retter Wiens im Jahre 1683 und Befreier Ungarns

Den Geburtstag von unserem Herzog Karl von Lothringen (der fünfte dieses Namens) feiern wir heute. Geboren 1643 im Wiener Exil sollte er sich einen Namen als Feldherr in den Türkenkriegen machen. Denn er führte unsere Truppen in den Schlachten am Kahlenberg (1683) und Mohacs (1687) zum Sieg. Durch die Mißgunst der Nornen war es ihm nicht mehr vergönnt, sein besetztes Herzogtum zurückzuerobern. Die Kaisertochter Eleonore von Österreich führte unser Karl von Lothringen 1678 zum Traualtar. Es gingen fünf Söhne und eine Tochter aus der Ehe hervor. War es unserem Helden auch leider nicht vergönnt, sein Herzogtum von der gallischen Fremdherrschaft zu befreien, so bekommt er dennoch von mir das elsässische Fahnenlied gespielt: https://www.youtube.com/watch?v=77RGkriuE_o

„Sei gegrüsst, du unsres Landes Zeichen,

Elsassfahne, flatternd froh im Wind!

Deine Farben, lieblich ohne gleichen,

Leuchten stets, wo wir versammelt sind.

Weiß und Rot:

Die Fahne seh’n wir schweben!

Bis zum Tod

Sind treu wir ihr ergeben!

Weiß und Rot:

Die Fahne seh’n wir schweben

Bis zum Tod

Ihr treu ergeben!

Echt und recht, wie unsre Väter waren,

Wollen wir in Tat und Worten sein;

Unsre Art, wir wollen sie bewahren

Auch in Zukunft makellos und rein.

Weiß und Rot:

Die Fahne seh’n wir schweben!

Bis zum Tod

Sind treu wir ihr ergeben!

Weiß und Rot:

Die Fahne seh’n wir schweben

Bis zum Tod

Ihr treu ergeben!

Und ob Glück, ob Leid das Zeitgetriebe

Jemals bringe unserm Elsassland:

Immer stehn in unentwegter Liebe,

Freudig wir zu ihm mit Herz und Hand.

Weiß und Rot:

Die Fahne seh’n wir schweben!

Bis zum Tod

Sind treu wir ihr ergeben!

Weiß und Rot:

Die Fahne seh’n wir schweben

Bis zum Tod

Ihr treu ergeben!

Lasst uns drum auf unsre Fahne schwören,

Brüder ihm vom Wasgau bis zum Rhein:

Niemals soll uns fremder Tand betören!

Treu dem Elsass wollen stets wir sein!

Weiß und Rot:

Die Fahne seh’n wir schweben!

Bis zum Tod

Sind treu wir ihr ergeben!

Weiß und Rot:

Die Fahne seh’n wir schweben

Bis zum Tod

Ihr treu ergeben!“

Die Vorbereitungen für unseren Gegenangriff, nach der Rettung Wiens, gehen bei unserem Geschichtsschreiber Paul Wentzcke in „Feldherr des Kaisers – Leben und Taten Herzog Karl V. von Lothringen“ munter weiter:

Dem Auftrag an seinen Gesandten de Sebeville, einer Sonderaudienz dem Kaiser zum Sieg über die Feinde der Christenheit den Glückwunsch des Königs auszusprechen, war zunächst die weitere Mitteilung eingefügt, daß der französische Herrscher die Einstellung weiterer Bewegungen seines Heeres nur angeboten habe, um den Reichsständen die Möglichkeit zum Entsatz von Wien zu geben. Da die Belagerung nun erfolgreich aufgehoben, die angekündigte Frist bereits am 1. September verstrichen sei, solle der Botschafter mit allem Ernst auf die Vermehrung der französischen Truppen am Rhein an Reiterei und Fußvolk hinweisen. Erst in der amtlichen Ausführung wurden diese Zusätze gestrichen, am 1. Oktober in wesentlich abgeschwächter, fast verbindlicher Form die Drohung mit der Kriegsbereitschaft Frankreichs wiederholt. Die Gegensätze selbst blieben wach und führten im Reich wie in der engeren Umgebung des Kaisers zu schweren politischen und staatsrechtlichen Kämpfen. Während sich Ludwig XIV. in einer Botschaft an den Regensburger Reichstag erneut zu einem langfristigen Waffenstillstand bereit zeigte, um im Schatten des Türkenkrieges die in Flandern erreichten Anfangserfolge auszuwerten, forderte in Wien die sogenannte spanische Partei um so stärker die Hilfe der siegreichen österreichischen Waffen .und legte dem engverwandten Hofe Verhandlungen mit der Pforte nahe. In Madrid drängte die offene Kriegserklärung zum Beistand. Als Ausgleich schlug die Antwort Leopolds vor, entweder zunächst die eigentlichen Unruheherde am Rhein, insbesondere Straßburg, Freiburg und Breisach, dritten Mächten zu treuen Händen zu überlassen, oder den ganzen rechtsrheinischen Besitz des Hauses Habsburg zurückzugeben oder endlich zwischen den streitenden Parteien eine entmilitarisierte Zone zu schaffen. Eine Anerkennung der „bestehenden Gebietsverhältnisse“, wie die Diplomatie des Versailler Hofes schamhaft die Reunionen umschrieb, nicht nur französische, sondern auch magyarische.und römische Geschichtsschreiber bis heute den rechtswidrigen Raub bezeichnen, hätte in der Tat die letzten Bollwerke vor dem engeren Rheintal widerstandslos dem Feind überlassen. Die ebenfalls geforderte Abtretung der Festung Luxemburg, die sich trotz Blockade und grauenvoller Beschießung der französischen Gegner erwehrte, hätte feindlichen Heeren den Vormarsch in die spanischen Niederlande und damit zum Niederrhein erschlossen. Mit jedem Nachgeben war die Gefahr einer Überfremdung der Kernwerke des Reiches gegeben, und doch erschien auch sie katholischen und protestantischen Ständen sowie insbesondere den Vertretern des Heiligen Stuhles gering. Hatten sie früher die Bedrohung durch die französische Übermacht stark betont, so stimmte die Mehrzahl der „assoziierten“ Mächte, die im Haag eifrig das Für und Wider berieten, in diesen Monaten der von Braunschweig vertretenen Auffassung zu, daß man von dem Ausbruch eines neuen Krieges mit Frankreich keine Vorteile erwarte: Ganz Deutschland sei in Gefahr, sich zwischen den zwei Fronten, im Westen und in Osten, zu zerreiben und bei der inneren Erkrankung seiner Regierungsform mehr und mehr zu „enerviren“. Weder die lothringische Frage noch andere Streitigkeiten dürften dem Frieden im Wege stehen. Während Brandenburg Truppen des Reiches nicht zum Kampf gegen „christliche Potentaten“, sondern gegen den wahren Erbfeind im Osten aufbieten wollte, drohte der kurmainzerische Erzkanzler geradezu mit einer Spaltung des deutschen Staates. Als sich auch Max Emanuel von Bayern, der einzige Reichsfürst, der mit Nachdruck die Befreiung Wiens gefördert hatte, dieser Auffassung anschloß, ließ der Kaiser die letzten Bedenken fallen. Der Reichstag wieder übermittelte erst Mitte Februar 1684, vorne sechs Monate nach dem ungeheuren Erlebnis seinen eigenen feierlichen Glückwunsch zu den am Kahlenberg und bei Parkany errungenen Erfolgen! Innozenz XI. dagegen war schon vordem der unbedingten Zuversicht, daß die Vorsehung seiner Regierung die Vernichtung des Islam durch die gesammelten Kräfte der Christenheit vorbehalten habe. Vor diesem Triumph der Kirche mußten alle weltlichen Zweifel weichen. Mit besonderer Freude hatte er im Spätherbst 1683 von den dankbaren Lothringer Herzog die Nachricht empfangen daß ganz in seinem Sinne der Frühjahrsfeldzug im Dienst des Heiligen Stuhles und des Reiches vorbereitet werde. Die überaus stattliche Zusicherung von nahe an anderthalb Millionen Gulden (1,300,000 Florin) für den Krieg in Ungarn sowie einer weiteren halbe Million für die polnischen Unternehmungen gab nicht nur den an sich luftigen Gedankengängen sowie dem nachhaltigen Drängen der geistlichen Ratgeber, des Nuntius Buonvisi und des Paters Marco d’Aviano, sondern auch der bescheideneren Aufrüstung des kaiserlichen Heeres einen festen Halt. Nicht minder schwer fielen die Aussicht auf einen verhältnismäßig leichten Sieg über den bereits erschütterten Gegner und die Nähe des Kriegsschauplatzes, die die Zusammenziehung und die Bewegungen des Heeres erleichtern mußte, ins Gericht…“

Otto von Bismarck, unser Eiserner Reichskanzler

Otto von Bismarck, gemeinhin der Eiserne Reichskanzler genannt, wurde 1815 in Schönhausen an der Elbe geboren. Alten preußischen Adel stammend, trat er ab 1847 in den Staatsdienst und wurde kaum 15 Jahre später zum preußischen Ministerpräsidenten ernannt. So sehr setzten damals die Liberalen unserem späteren Kaiser Wilhelm I. zu, daß er schon zugunsten seines Sohnes Friedrich abdanken wollte. Vorher versuchte er aber noch sein Glück mit unserem Bismarck und dieser trieb die Liberalen schnell zu Paaren. Und nachdem er – mit Hilfe unseres Feldherrn Helmuth von Moltke – 1864 die Dänen und 1866 die Österreicher geschlagen hatte, mußten diese nachträglich doch noch die Heeresreform billigen, natürlich zähneknirschend. Noch mehr Zähneknirschen bereitete den Liberalen dann der Krieg gegen die Gallier von 1870 bis 1871. Denn dieser führte nicht nur zur Befreiung des Herzogtums Lothringen von der über 200 jährigen gallischen Fremdherrschaft, sondern auch zur Wiederherstellung des deutschen Kaisertums. Da unser altes deutsches Reich nunmehr nach Außen weitgehend Ruhe hatte, konnte sich unser Eiserner Kanzler dem Kampf gegen die inneren Reichsfeinde widmen, namentlich die Papisten und die Kommunisten. Daneben schuf er die Sozialversicherung und die Schutzzölle. Bis 1890 blieb unser Bismarck Reichskanzler und seine Entlassung durch Kaiser Wilhelm II. war ein großes Unglück. Besonders weil unser letzter Kaiser kein gutes Händchen bei der Wahl seiner Reichskanzler besaß und so unser Eiserner Kanzler keinen würdigen Nachfolger erhielt. Da uns unser Bismarck seine Gedanken und Erinnerungen aufgeschrieben hat, tragen wir Panzertiere zur Feier seines Geburtstags natürlich daraus einige besonders schöne Stellen vor, um so die Leute zum Lesen derselbigen anzuhalten. Ich lasse unseren Eisernen Kanzler den Stab über dem liberalen Zwergenaufstand von 1848 brechen: http://www.zeno.org/Geschichte/M/Bismarck,+Otto+von/Gedanken+und+Erinnerungen

„Die Frankfurter Versammlung, in demselben doppelten Irrtum befangen, behandelte die dynastischen Fragen als überwundenen Standpunkt, und mit der theoretischen Energie, welche dem Deutschen eigen ist, auch in Betreff Preußens und Österreichs. Diejenigen Abgeordneten, welche in Frankfurt über die Stimmung der preußischen Provinzen und der deutsch-österreichischen Länder kundige Auskunft geben konnten, waren zum Teil interessiert bei der Verschweigung der Wahrheit; die Versammlung täuschte sich, ehrlich oder unehrlich, über die Tatsache, daß im Falle eines Widerspruchs zwischen einem Frankfurter Reichstagsbeschluß und einem preußischen Königsbefehl der erstere bei sieben Achtel der preußischen Bevölkerung leichter oder gar nicht in’s Gewicht fiel. Wer damals in unsern Ostprovinzen gelebt hat, wird heut noch die Erinnerung haben, daß die Frankfurter Verhandlungen bei allen den Elementen, in deren Hand die materielle Macht lag, bei allen denen, welche in Konfliktsfällen Waffen zu führen oder zu befehlen hatten, nicht so ernsthaft aufgefaßt wurden, wie es nach der Würde der wissenschaftlichen und parlamentarischen Größen, die dort versammelt waren, hätte erwartet werden können. Und nicht nur in Preußen, sondern auch in den großen Mittelstaaten hätte damals ein monarchischer Befehl, der die Masse der Fäuste dem Fürsten zu Hilfe aufrief, falls er erfolgte, eine ausreichende Wirkung gehabt; nicht überall in dem Maße, wie es in Preußen der Fall war, aber doch in einem Maße, welches überall dem Bedürfnis materieller Polizeigewalt genügt haben würde, wenn die Fürsten den Mut gehabt hätten, Minister anzustellen, welche ihre Sache fest und offen vertraten. Es war dies im Sommer 1848 in Preußen nicht der Fall gewesen; sobald aber im November der König sich entschloß, Minister zu ernennen, welche bereit waren, die Kronrechte ohne Rücksicht auf Parlamentsbeschlüsse zu vertreten, war der ganze Spuk verschwunden und nur noch die Gefahr vorhanden, daß der Rückschlag über das vernünftige Maß hinausgehen werde. In den übrigen norddeutschen Staaten kam es nicht einmal zu solchen Konflikten, wie sie das Ministerium Brandenburg in einzelnen Provinzialstädten zu bekämpfen hatte. Auch in Bayern und Württemberg erwies sich das Königtum trotz antiköniglicher Minister schließlich stärker als die Revolution. Als der König am 3. April 1849 die Kaiserkrone ablehnte, aber aus dem Beschlusse der Frankfurter Versammlung „ein Anrecht“ entnahm, dessen Wert er zu schätzen wisse, war er dazu hauptsächlich bewogen durch den revolutionären oder doch parlamentarischen Ursprung des Anerbietens und durch den Mangel eines staatsrechtlichen Mandats des Frankfurter Parlaments bei mangelnder Zustimmung der Dynastien. Aber auch wenn alle diese Mängel nicht, oder doch in den Augen des Königs nicht vorhanden gewesen wären, so würde unter ihm eine Fortbildung und Kräftigung der Reichs-Institutionen, wie sie unter Kaiser Wilhelm stattgefunden hat, kaum zu erwarten gewesen sein. Die Kriege, welche der Letztere geführt hat, würden nicht ausgeblieben sein, nur würden sie nach der Konstituierung des Kaisertums, als Folge desselben, und nicht vorher, das Kaisertum vorbereitend und herstellend, zu führen gewesen sein. Ob Friedrich Wilhelm IV. zur rechtzeitigen Führung derselben hätte bewogen werden können, weiß ich nicht; es war das schon schwierig bei seinem Herrn Bruder, in welchem die militärische Ader und das preußische Offiziersgefühl vorwiegend war. Wenn ich die damaligen preußischen Zustände, persönliche und sachliche, als nicht reif zur Übernahme der Führung in Deutschland in Krieg und Frieden bezeichne, so will ich damit nicht gesagt haben, daß ich damals die Voraussicht davon mit derselben Klarheit gehabt habe, wie heut im Rückblick auf eine 40jährige seitdem verflossene Entwicklung. Meine damalige Befriedigung über die Ablehnung der Kaiserkrone durch den König lag nicht in der vorstehenden Beurteilung seiner Person, eher in einer stärkeren Empfänglichkeit für das Prestige der Preußischen Krone und ihres Trägers, noch mehr aber in dem instinktiven Mißtrauen gegen die Entwicklung seit den Barrikaden von 1848 und ihren parlamentarischen Konsequenzen. Den letzteren gegenüber war ich mit meinen politischen Freunden unter dem Eindruck, daß die leitenden Männer im Parlament und Presse das Programm „es muß alles ruiniert werden“ zum Teil bewußt, zum größeren Teile unbewußt förderten und ausführten und daß die vorhandenen Minister nicht die Männer waren, welche die Bewegung leiten oder hemmen konnten. Mein Standpunkt dazu unterschied sich damals nicht wesentlich von dem noch heut in Kraft stehenden eines parlamentarischen Fraktionsmitgliedes, begründet auf Anhänglichkeit an Freunde und Mißtrauen resp. Feindschaft gegen Gegner. Die Überzeugung, daß der Gegner in Allem, was er vornimmt, im besten Falle beschränkt, wahrscheinlich aber böswillig und gewissenlos ist, und die Abneigung, mit den eignen Fraktionsgenossen zu dissentieren und zu brechen, beherrscht noch heut das Fraktionsleben; und damals waren die Überzeugungen, auf welchen diese dem Staatsleben gefährlichen Erscheinungen beruhen, sehr viel lebhafter und ehrlicher, als sie heut sind. Die Gegner kannten sich damals wenig, sie haben seitdem 40 Jahre lang Gelegenheit gehabt, sich kennen zu lernen, da der Personalbestand der im Vordergrunde stehenden Parteimänner sich nur langsam und wenig zu ändern pflegt. Man hielt sich damals wirklich gegenseitig für entweder dumm oder schlecht, man hatte wirklich die Gefühle und Überzeugungen, die man heutzutage behufs Einwirkung auf die Wähler und auf den Monarchen zu haben vorgibt, weil sie zu dem Programm gehören, auf welches hin man in einer bestimmten Fraktion Dienst genommen hat, »eingesprungen« ist, indem man an deren Berechtigung geglaubt und ihren Führern vertraut hat. Das politische Strebertum hat heut mehr Anteil an dem Bestehen und Verhalten der Fraktionen als vor 40 Jahren; die Überzeugungen waren damals aufrichtiger und ungeschulter, wenn auch die Leidenschaften, der Haß und die gegenseitige Mißgunst der Fraktionen und ihrer Führer, die Neigung, die Landesinteressen den Fraktionsinteressen zu opfern, heut vielleicht stärker entwickelt sind. En tout cas le diable n’y perd rien [Auf jeden Fall verliert der Teufel nichts]. Byzantinismus und verlogene Spekulation auf Liebhabereien des Königs wurden wohl in kleinen höheren Kreisen betrieben, aber bei den parlamentarischen Fraktionen war der Wettlauf um die Gunst des Hofes noch nicht im Gange; der Glaube an die Macht des Königtums irrtümlicher Weise meist geringer als der an die eigene Bedeutung; man fürchtete nichts mehr, als für servil oder für ministeriell zu gelten. Die Einen strebten nach eigner Überzeugung das Königtum zu stärken und zu stützen, die Andern glaubten ihr und des Landes Wohl in Bekämpfung und Schwächung des Königs zu finden; es liegt darin ein Beweis, daß, wenn nicht die Macht, doch der Glaube an die Macht des preußischen Königtums damals schwächer war als heut zu Tage. Die Unterschätzung der Macht der Krone erlitt auch durch die Tatsache keine Änderung, daß der persönliche Wille eines nicht sehr willensstarken Monarchen wie Friedrich Wilhelm IV. hinreichte, der ganzen deutschen Bewegung durch Ablehnung der Kaiserkrone die Spitze abzubrechen, und daß die sporadischen Aufstände, welche demnächst für die Durchführung nationaler Wünsche ausbrachen, von der Königlichen Gewalt mit Leichtigkeit unterdrückt wurden.“

Das schöne alte Lied „Wenn alle untreu werden“ hat sich unser Eiserner Reichskanzler wahrlich zum Wiegenfest verdient: https://www.youtube.com/watch?v=fCqrwn4Hmy0

„Wenn alle untreu werden, so bleiben wir doch treu,

Daß immer noch auf Erden für euch ein Fähnlein sei.

Gefährten unsrer Jugend, ihr Bilder beßrer Zeit,

Die uns zu Männertugend und Liebestod geweiht.

Wollt nimmer von uns weichen, uns immer nahe sein,

Treu wie die deutschen Eichen, wie Mond und Sonnenschein!

Einst wird es wieder helle in aller Brüder Sinn,

Sie kehren zu der Quelle in Lieb und Reue hin.

Es haben wohl gerungen die Helden dieser Frist,

Und nun der Sieg gelungen, übt Satan neue List.

Doch wie sich auch gestalten, im Leben mag die Zeit,

Du sollst uns nicht veralten, o Traum der Herrlichkeit.

Ihr Sterne seid uns Zeugen, die ruhig niederschaun,

Wenn alle Brüder schweigen und falschen Götzen traun.

Wir woll’n das Wort nicht brechen, nicht Buben werden gleich,

Woll’n predigen und sprechen vom heil’gen deutschen Reich!“

Joseph Haydn

Den Geburtstag von unserem großen Tondichter Joseph Haydn wollen wir Deutschen heute ein wenig feiern. Das Licht der Erdenwelt erblickte er 1732 in Rohrau, einem verschlafenen Nest in Niederösterreich. Von dort zog es ihn bald nach Wien, wo er seine musikalische Laufbahn begann und schon zu Lebzeiten große Berühmtheit erlangte – zu einen Schülern zählte niemand geringeres als Ludwig van Beethoven höchst selbst. Von seinen rund 750 Tondichtungen sind über 100 Symphonien. Man geht daher nicht fehl, wenn man sich zum Geburtstag Haydns eine solche heraussucht. Ich nehme Haydns dreiundsiebzigste Symphonie, die man die Jagd nennt: https://www.youtube.com/watch?v=_D-qYgydTSY Als Sängerknabe begibt sich unser Haydn nun nach Wien: http://www.zeno.org/Musik/M/Pohl,+Carl+Ferdinand/Joseph+Haydn

„Nachdem wir im Vorhergehenden mit den Verhältnissen vertraut geworden sind, unter denen unser kleiner Held bestimmt war, seine musikalischen Studien fortzusetzen, können wir uns nun um so eingehender mit Haydn selbst, dem Sängerknaben befassen. Welcher Kontrast, wenn er zurückdachte an die Schulstube in Hainburg, an seinen öden und reizlosen Geburtsort! Von den Fenstern der Dachkammer, die ihm und seinen fünf Kameraden als Wohn- und Schlafstelle angewiesen war, sah er herab auf den mit Kreuzen und steinernen Denkmälern bedeckten Friedhof. Zur Rechten schloß sich die schmucke, altertümliche und vielwinklige Magdalenen-Kapelle mit ihren Rundfenstern und Spitzbögen und Vorbauten unmittelbar an die Kantorei an und überragte sie mit ihrem viereckigen Türmchen. Weiterhin zur Rechten erhob sich das seiner Vollendung nahende Chor- und Kurhaus, das in seiner Ausdehnung von fünfzehn Fenstern in der Front und drei Stockwerken (das vierte wurde erst später aufgesetzt) dem an solche Verhältnisse nicht gewöhnten Auge als ein Riesengebäude erscheinen mußte. Vom Kapellhause aus gerade gegenüber konnte der Blick längs der Südseite des Domes hingleiten und dem wahrhaft majestätisch sich erhebenden, mit zahllosen Statuen, Tiergestalten und wunderlichen Arabesken-Verschlingungen gezierten Turme seiner ganzen Höhe nach folgen. Und wenn nun des Abends der Mond sein volles Licht über das hohe, in bunten Farben glänzende Kirchendach ergoß und die über den Friedhof sich senkende Ruhe etwa nur unterbrochen wurde vom Glöckchen am Tore, für einen Sterbenden den letzten Trost erbittend: welches Gemüt konnte solchen Eindrücken gegenüber unempfänglich bleiben! Auf dem ganzen Lebenswege Haydns wurde ihm ein ähnliches Bild nicht mehr zu Teil. Daß aber hier im Herzen des vom Elternhause getrennten, unter fremden Menschen alleinstehenden Knaben etwas haften blieb, dafür sprechen so manche ernste Instrumental-Sätze des gereiften Mannes, die mit ihrem andächtigen, getragenen Gesange gar wohl sich mit solchen stimmungsvollen Augenblicken verwandt zeigen. An die Zeit in Hainburg erinnerte den Knaben das sogenannte Primglöckchen, mit dem bei bevorstehendem Gewitter die übrigen Kirchen zum Wetterläuten, und die Stadtbewohner überhaupt zum Gebet ermahnt wurden. Auch der majestätische Klang der großen Josephinischen Domglocke mußte die Gedanken nach Hainburg locken; war sie doch aus dem Erz der von den Türken eroberten Kanonen verfertigt – jener Horden, die auf ihrem Raubzuge gegen Wien in Hainburg so fürchterlich gehaust hatten. Bei besondern Gelegenheiten, zum Beispiel am Charsamstag beim Feste der Auferstehung, oder wenn nach vollzogener Neuwahl die Universität und der Stadtrat zum Dankamt nach dem Dom sich begaben, konnte der Knabe der Musik lauschen, die vom Turnermeister und seinen Gesellen (drei Posaunisten, zwei Zinkenbläsern und einem Fagottisten, dem Turnermeister selbst) bei den Fenstern des Turmes abgehalten wurde. – Folgen wir nun dem Knaben auf einem Rundgange im Innern des ehrwürdigen Domes. Da gab es viel zu sehen: Neununddreißig Altäre waren in dem gewaltigen Raume verteilt und zu den früher schon bestandenen Grabdenkmälern war eben jetzt jenes des Feldherrn Prinzen Eugen von Savoyen hinzugekommen. Die damals noch vom Kirchengewölbe herabhängende türkische Blutfahne, vom Herzog Karl von Lothringen bei Hamzsabég im Jahre 1684 erbeutet (jetzt im Waffenmuseum der Stadt Wien) gab abermals der Erinnerung an die, diesem Jahre vorangegangene Bluttat Raum. Was aber das Interesse des musiklustigen Knaben besonders in Anspruch nehmen mußte, waren die Orgeln. Zu den im Jahre 1548 von Schmeltzl besungenen „zwei Orgeln groß und klein“ waren seitdem zwei neue hinzugekommen. Da war vor Allem über dem Haupteingange beim Riesenthore die kaum erst vollendete größte Orgel, die aber schon damals nur selten, bei Ankunft und Weggang des kaiserlichen Hofes und jährlich am Todestage ihres Stifters benutzt wurde. Die noch heutzutage beim täglichen Gottesdienst benutzte Orgel, gegenüber dem im Jahre 1647 errichteten kaiserliche Oratorium, war im Jahre 1701 von dem kaiserlichen Hoforgelbauer Ferdinand Römer (gestorben 1723) erbaut. Dem Hauptaltare näher gerückt, ersetzte sie eine dritte, die von Schmeltzl erwähnte „große“ Orgel, die sich beim südlichen Eingange der Kirche auf dem Chor über der untern Sacristei befand. Als noch der Frohnleichnams- oder Markus-Altar außerhalb dem eisernen Gitter im mittlern Schiff des Domes stand, wurde hauptsächlich diese Orgel zum Gottesdienst benutzt und auch noch zu Haydns Zeit bei feierlichen Gelegenheiten, an Sonn- und Donnerstagen, bei den gewöhnlichen Prozessionen und an Frautagen Abends beim Liede „geschlagen“. Diese Orgel war es, auf der sich die weltberühmten Organisten Paul Hofhaimer, Johann Jakob Froberger, Jakob Häsler, Johann Kaspar Kerl und Gottlieb Muffat vor dem kaiserlichen Hofe hören ließen. Da dieser Chor nur wenige Personen faßte, postierte sich die gesammte Musik bei großen Festen, bei solenner Gegenwart des Hofes an die rechte Seite des Hauptaltars neben den Stühlen der Universität. – Noch beschränkter im Raum war die vierte, die »kleine« Orgel, die älteste des Domes. Sie befand sich, gerade gegenüber der Vorgenannten, beim nördlichen Eingange auf dem nun leer stehenden Chorfuße, unter dem sich der Erbauer desselben, Anton Pilgram, im Jahre 1313 in eigener Figur verewigt hat. Der Chor faßte nur fünf Sänger und wurde von denselben an den Frautagen Abends nach der Complete das Salve Regina und die Litanei gesungen. Als einen Hauptanziehungspunkt des Friedhofes bot sich unserm Sängerknaben der früher erwähnte, an das Bahrausleihamt angebaute kleine Laden des Buchhändlers Binz. Der Eigentümer verkaufte nach damaliger Sitte auch Musikalien, denn Handlungen, die sich ausschließlich mit solchen befaßten, kamen in Wien erst später in Gebrauch. Die Auswahl mochte wohl bescheiden genug sein; von theoretischen Werken etwa der Fux’sche Gradus ad Parnassum, damals das Buch der Bücher für Musiker, die bis dahin bekannten Werke von Mattheson, namentlich dessen vollkommener Kapellmeister; von praktischen Werken die früher erschienenen und sauber gestochenen Klavierstücke von Georg und Gottlieb Muffat und eben jetzt (1742) die in Nürnberg veröffentlichte erste Sonatensammlung von Carl Philipp Emanuel Bach. Vorzugsweise aber konnten hier nur Musikalien in Abschrift zu finden gewesen sein, wie solche noch Jahrzehnte später im Verkehr gebräuchlich waren. Derselbe Binz kündigte in den 90er Jahren in der Wiener Zeitung die »neuesten Werke des berühmten Meisters Haydn« an, wie solche „mit größtem Beifall bei dessen Besuch in London aufgeführt wurden“ – von demselben Haydn, der im Augenblick als simpler Schulknabe die in den Fenstern dieses kleinen Paradieses ausgelegten kleinen Schätze mit sehnsüchtigem Blicke musterte…“

Die Schlacht bei Paris

Die Erstürmung von Paris im Jahre 1814 muß natürlich gefeiert werden. Wenn unser Feldmarschall Blücher auch keinen wirklichen Widerstand mehr fand: Mit 100,000 Recken konnte er nämlich des Napoleons Unterfeldherren, die nur noch über 30,000 gallische Kriegsknechte verfügten, zur Schlacht stellen und schlagen. Napoleon selbst trieb Unfug in seinem Rücken, aber das brachte unseren Blücher nicht aus der Ruhe. Ernst Moritz Arndts Schlachtgesang „Der Gott, der Eisen wachsen ließ“ soll dafür sein Lohn sein: https://www.youtube.com/watch?v=onPDNBYIm-Q

„Der Gott, der Eisen wachsen ließ,

der wollte keine Knechte,

drum gab er Säbel, Schwert und Spieß

dem Mann in seine Rechte;

drum gab er ihm den kühnen Mut,

den Zorn der freien Rede,

dass er bestände bis aufs Blut,

bis in den Tod die Fehde.

So wollen wir, was Gott gewollt,

mit rechter Treue halten

und nimmer im Tyrannensold

die Menschenschädel spalten.

Doch wer für Tand und Schande ficht,

den hauen wir zu Scherben,

der soll im deutschen Lande nicht

mit deutschen Männern erben.

O Deutschland, heil’ges Vaterland!

O deutsche Lieb’ und Treue!

Du hohes Land, du schönes Land!

Dir schwören wir aufs neue:

Dem Buben und dem Knecht die Acht!

Der fütt’re Krähn und Raben.

So ziehn wir aus zur Herrmansschlacht

und wollen Rache haben.

Lasst brausen, was nur brausen kann,

in hellen, lichten Flammen!

Ihr Deutschen alle, Mann für Mann

fürs Vaterland zusammen!

Und hebt die Herzen himmelan

und himmelan die Hände,

und rufet alle, Mann für Mann:

Die Knechtschaft hat ein Ende!

Lasst klingen, was nur klingen kann,

Trompeten, Trommeln, Flöten!

Wir wollen heute Mann für Mann

mit Blut das Eisen röten,

mit Henker- und mit Knechteblut,

o süßer Tag der Rache!

Das klinget allen Deutschen gut,

das ist die große Sache.

Lasst wehen nur, was wehen kann,

Standarten wehn und Fahnen!

Wir wollen heut uns Mann für Mann

zum Heldentode mahnen:

Auf, fliege, stolzes Siegspanier,

voran dem kühnen Reihen!

Wir siegen oder sterben hier

den süßen Tod der Freien.“

Den langen und schwierigen Weg nach Paris schildert uns Carl von Clausewitz in seinem Feldzug in Gallien von 1814 und darin kommen wir nun zur Vorgeschichte der Schlacht von Laon: http://digi.landesbibliothek.at/viewer/image/AC05304281/1/LOG_0003/

„Nachdem Blücher seine Vereinigung hinter der Aisne bewirkt hat, beschließt er eine Hauptschlacht anzunehmen. Er ist 100,000 Mann stark, sein Gegner nur 50,000, und wenn er die Stärke desselben auch überschätzte und ihn 60- bis 70,000 Mann stark glauben sollte, so bleibt doch noch eine solche Überlegenheit, daß für Blücher kein Grund vorhanden sein kann, einer entscheidenden Schlacht auszuweichen. Die erste und natürlichste Idee ist: ihm die Schlacht hinter der Aisne zu liefern, wenn er über diesen Fluß setzen wird; dazu stellt sich Blücher den 3. und 4. März auf; allein sobald er bemerkt, daß Bonaparte seine Richtung auf Fismes und Berry-au-Bac nimmt, um ihm links vorbeizugehen, beschließt er, sich links zwischen der Aisne und Lette gegen ihn zu wenden und ihn unmittelbar nach dem Übergange bei Berry-au-Bac in der Gegend von Craonne anzugreifen. Einen besseren Entschluß konnte Blücher nicht fassen. Eine schwache Armee, die einer stärkeren vorbeigehen will, muß von dieser in der Seite angefallen werden, das ist eine ganz einfache Anordnung. Außerdem hätte sich Bonaparte mit einem Defilee im Rücken schlagen müssen. Daß die Marschälle Marmont und Mortier vor Soissons vier Meilen von ihm entfernt gewesen wären, wollen wir nicht geltend machen, da Bonaparte sich vielleicht die Zeit genommen haben würde, sie heranzuziehen. Von diesem richtigen Entschluß, wozu Blücher am 6. seinem Heere schon eine Aufstellung mit dem rechten Flügel an der Aisne, mit dem linken an der Lette, halben Weges von Soissons nach Craonne gegeben hat, kommt er denselben Tag zurück. Er hört, Bonaparte habe das Defilee von Berry-au-Bac durchzogen und eine Kolonne auf Laon gehen lassen. Blücher wird besorgt wegen seiner schiefen Ausstellung und beschließt eine Stellung bei Laon zu beziehen. Da Bonaparte über Corbeny fast ebenso nahe dahin und die große Straße von Reims hat, so hält Blücher für nötig, ihm auf dieser Straße etwas entgegenzuschicken; er laßt also eine Nachhut das Woronzossche Korps zwischen der Aisne und Lette auf dem Plateau von Craonne, bestimmt 10,000 Mann Reiterei unter Winzingerode über Fetieur gegen Corbeny vorzudringen, um Bonaparte in der rechten Seite und dem Rücken anzufallen, während er beschäftigt ist, die sehr starke Stellung Woronzows zu überwältigen. Bülow marschiert sogleich nach Laon ab, Kleist und Langeron folgen über Fetieur, um Winzingerode allenfalls unterstützen zu können, und York und Sacken bleiben einstweilen zur Aufnahme Woronzows zwischen der Aisne und Lette stehen. Diese Anordnung, welche eigentlich die Anlage zu einem glänzenden Nachhutgefecht und nicht zu einer Schlacht war, hätte einen guten Erfolg haben können, wenn sie nicht in der Ausführung schlecht geraten wäre. Indes verteidigten sich die Russen bei Craonne mit so vielem Erfolge, daß der Hauptzweck, Laon ungestört zu erreichen, erfüllt wurde. Obgleich die Franzosen dies Gefecht bei Craonne als eine Niederlage der Russen betrachten, so gibt es doch in der Kriegsgeschichte unter allen Gefechten, die sich mit einem Rückzuge endigen, kaum eins, welches in strategischer Rücksicht so sehr die Natur eines Sieges hätte; nicht nur daß es seinen ganzen Zweck erfüllt, indem es die feindliche Hauptmacht beschäftigt, bis Blücher seine Stellung genommen hat, sondern es erfüllt ihn auch, ohne daß ein Geschütz verloren geht, ohne daß ein Mann in Gefangenschaft gerät. Ferner beträgt der Verlust der Russen 4700 Mann, der der Franzosen 8000. Da nun Blücher 100,000 Mann stark war und sein Gegner nicht über 50,000, so kann man sagen: es kostet Diesen viermal so viel als jenen. Das leisteten eine ausgezeichnet brave Truppe, ein sehr besonnener General und eine vortreffliche Stellung. Unter diesen Umständen können wir nicht darin einstimmen, das Gefecht bei Craonne als einen Fehler, einen blutigen Notbehelf Blüchers anzusehen. Sein erster Entschluß, Bonaparte mit der ganzen Macht von der Seite anzufallen, wäre immer besser und seiner würdiger gewesen, und bei den Anordnungen zum zweiten sind wenigstens in der Ausführung große Fehler gemacht worden, aber nichtsdestoweniger trägt das Gefecht bei Craonne unter den strategischen Größen kein Minuszeichen für Blücher.“

Ernst Jünger, unser Dichter und Sturmtruppführer

Ernst Jünger, Verfasser von so lustigen Büchern wie „In Stahlgewittern“, „Das Wäldchen 125“ oder „Sturm“ hat heute Geburtstag. In Heidelberg erblickte er 1895 das Licht der Welt und meldete sich 1914 umgehend Freiwillig zu unserem deutschen Heer, um der Schulbank zu entfliehen. In den kommenden vier Jahren brachte er es zum Leutnant und erhielt so schöne Auszeichnungen wie das Eiserne Kreuz, den blauen Verdienstorden Friedrichs des Großen und den Hausorden der Hohenzoller. Nach dem Vierjährigen Krieg schrieb er seine Erfahrungen auf und setzte damit unseren Fußtruppen ein schönes Denkmal, weswegen wir heute auch seinen Geburtstag feiern. Beim Stahlhelm war er auch noch unterwegs und seine Spitze Feder bereitete den abscheulichen Novemberverbrechern so manche Pein – nachzulesen in seinen Schriften „Der Kampf als inneres Erlebnis“, „Die totale Mobilmachung“, „Der Kampf um das Reich“ oder „Der Arbeiter. Herrschaft und Gestalt“. Im Sechsjährigen Krieg stürzte er sich noch einmal in den Kampf, der ihm jedoch entging. Zur Feier des Tages lesen wir Schildmaiden aus seinen Stahlgewittern und darin wird unser Ernst Jünger nun zum Offiziersanwärterlehrgang geschickt: https://archive.org/details/instahlgewittern34099gut

„In Bazancourt, einem öden Champagne-Städtchen, wurde die Kompagnie in der Schule einquartiert, die infolge des geradezu erstaunlichen Ordnungssinnes unserer Leute in kurzer Zeit das Aussehen einer Friedenskaserne annahm. Da gab es einen Unteroffizier vom Dienst, der Morgens pünktlich weckte, Stubendienst und allabendliche Appells durch die Korporalschaftsführer. Jeden Morgen rückten die Kompagnien aus, um auf den umliegenden Ödfeldern einige Stunden stramm zu exerzieren. Diesem Dienstbetrieb wurde ich nach einigen Tagen durch Abkommandierung zum Offizier-Aspiranten-Kursus in Recouvrence entzogen. Recouvrence war ein entlegenes, in lieblichen Kreidehügeln verstecktes Dörfchen, in das von der Division eine Anzahl junger Leute geschickt wurde, um durch den von jedem Regiment gestellten Offizier und einige Unteroffiziere eine gründliche militärische Ausbildung zu erhalten. Wir 73er haben in dieser Beziehung dem äußerst fähigen, leider kurz darauf gefallenen Leutnant Hoppe viel zu verdanken. Das Leben in diesem weltabgeschiedenen Neste setzte sich aus einer merkwürdigen Mischung von Kasernendrill und akademischer Freiheit zusammen. Tagsüber wurden die Zöglinge nach allen Regeln der Kunst zum militärischen Menschen geschliffen, abends versammelten sie sich mit ihren Lehrern um riesige Fässer, wo in ebenso gründlicher Weise gezecht wurde. Wenn in den Morgenstunden die verschiedenen Abteilungen aus ihren Kneiplokalen strömten, hatten die kleinen Kreidesteinhäuser den ungewohnten Anblick eines studentischen Walpurgistreibens. Unser Kursusleiter, ein Hauptmann, hatte übrigens die erzieherische Gewohnheit, den Dienst an den darauffolgenden Tagen mit doppelter Energie zu handhaben. Unser Verkehr untereinander war, wie bei Leuten derselben Bildungsstufe unter diesen Verhältnissen selbstverständlich, sehr kameradschaftlich. Wir wohnten zu dritt oder viert zusammen und führten gemeinsame Wirtschaft. Besonders ist mir noch unser regelmäßiges Abendessen von Rührei und Bratkartoffeln in guter Erinnerung. Sonntags leisteten wir uns das landessübliche Kaninchen oder einen Hahn. Da ich den Einkauf für den Abendtisch besorgte, legte mir unsere Wirtin einmal eine Anzahl von Bons vor, die sie von requirierenden Soldaten erhalten hatte; meist des Inhalts, daß der Füsilier N. N. der Tochter des Hauses Liebenswürdigkeiten erwiesen und dafür 12 Eier requiriert habe. Zur Anführung ist diese ergötzliche Blütenlese des Volkshumors leider durchweg zu saftig. Mitte Februar wurden wir 73er durch die Nachricht der großen Verluste unseres Regiments bei Perthes überrascht und waren sehr traurig, diese Tage fern von unseren Kameraden verbracht zu haben. Am 21. März kamen wir nach einem kleinen Examen zum Regiment zurück, das wieder in Bazancourt lag. Es schied in diesen Tagen nach einer großen Parade und einer Abschiedsansprache des Generals von Emmich aus dem Verbande des X. Korps. Wir wurden am 24. März verladen und fuhren bis in die Gegend von Brüssel, wo wir mit den Regimentern 76 und 164 zur 111. Infanterie-Division zusammengestellt wurden. Unser Bataillon wurde in dem Städtchen Hérinnes (flämisch: Herne) untergebracht, inmitten einer Landschaft von flämischer Behaglichkeit. Ich erlebte hier recht glücklich meinen 20. Geburtstag. Obwohl die Belgier in ihren Häusern genügend Platz hatten, wurde unsere Kompagnie aus falscher Rücksichtnahme in eine große zugige Scheune gesteckt, durch die während der kalten Märznächte der rauhe Seewind jener Gegend pfiff. Sonst war uns der Aufenthalt in Herne eine gute Erholung; es wurde zwar viel exerziert, doch gab es auch gute Verpflegung und Lebensmittel für geringes Geld. Die halb aus Flamen, halb aus Wallonen bestehende Bevölkerung war sehr freundlich zu uns. Ich unterhielt mich oft mit dem Besitzer eines Estaminets, einem eifrigen Sozialisten und Freigeist, der mich am Ostersonntag zum Festmahl einlud und sogar für seine Getränke kein Geld nehmen wollte. Man kann sich kaum vorstellen, wie wohltuend eine solche Begegnung inmitten der rauhen Schule der Feldkameradschaft wirkt. Gegen Ende unseres Aufenthaltes wurde das Wetter schön und lud zu Spaziergängen in der lieblichen, wasserreichen Umgebung ein. Die Landschaft war malerisch verziert durch die vielen entkleideten Kriegsleute, die, ihre Wäsche auf dem Schoß, längs der pappelumsäumten Bachufer eifrig der Läusejagd oblagen. Von dieser Plage bislang ziemlich verschont geblieben, war ich indes meinem Kriegskameraden Priepke, einem Hamburger Exportkaufmann, behilflich, in seine wollene Weste, die bevölkert war wie weiland das Habit Simplicii Simplicissimi, zu Desinfektionszwecken einen schweren Stein zu wickeln und sie in einen Bach zu versenken. Da unser Aufbruch von Herne sehr plötzlich erfolgte, wird sie sich dort wohl noch heute eines ungestörten Aufenthalts erfreuen.“

Das Lied von der Königin der Waffen bekommt unser Ernst Jünger als deutscher Infanterist von mir zu seinem Geburtstag: https://www.youtube.com/watch?v=xS5U-nyIFdU

„Kameraden laßt uns singen

eine Melodie,

denn es soll ein Lied erklingen

auf die Infantrie.

Denn sie ist allerzeit

immer kampfbereit,

ob es donnert, blitzt oder kracht

– oder kracht.

Ihrem steten Kampfgelingen

ist dieses Lied erdacht.

Panzer und Flieger

schaffens nie allein,

können nie allein die Sieger

auf dem Schlachtfeld sein.

Können es nicht schaffen

ohne deinen Einsatz nie

– Einsatz nie!

Königin der Waffen –

Deutsche Infantrie!

Ohne Halt durch Sturm und Regen

mitten in der Nacht.

Ohne Halt dem Feind entgegen

was auch kommen mag.

Ob auch heiß der Tag,

ob auch kalt die Nacht,

ob auch fern die Heimat ist

– Heimat ist.

Stets kämpft auf allen Wegen

stolz der Infantrist.

Panzer und Flieger

schaffens nie allein,

können nie allein die Sieger

auf dem Schlachtfeld sein.

Können es nicht schaffen

ohne deinen Einsatz nie

– Einsatz nie!

Königin der Waffen –

Deutsche Infantrie!“

Die Schlacht am Naratschsee

Im Jahr 1916 wurde die Schlacht am Naratschsee von unserem Feldmarschall Hermann von Eichhorn geschlagen. Mit seiner X. Armee wehrte er ab heute den Ansturm von 350,000 russischen Kriegsknechten ab, obwohl er nur 75,000 Mann zur Verfügung hatte. Die Verluste der Russen betrugen über 140,000 Mann, wogegen wir Deutschen 20,000 Mann verloren haben. Ein großer Abwehrsieg also und diesen möchte ich mit dem Lied „Im Osten steht unser Morgen“ würdigen: https://www.youtube.com/watch?v=a_SJvL7LDlA

„Im Osten steht unser Morgen,

Steht Deutschlands kommendes Jahr,

Dort liegt eines Volkes Sorgen,

Dort wartet Sieg und Gefahr.

Dort hielten Brüder die Treue,

Daß niemals die Fahne sank,

Ein halbes Jahrtausend Treue,

So wachten sie ohne Dank.

Dort wartet gute Erde,

Die niemals Saaten trug,

Dort stehn keine Höfe und Herde,

Dort ruft das Land nach dem Pflug.

Dort müssen wir Fremde gewinnen,

Die einmal schon Deutschen gehört,

Dort gilt es ein neues Beginnen,

Nun rüstet euch, Deutsche hört!

Im Osten steht unser Morgen,

Steht Deutschlands kommendes Jahr,

Dort liegt unsres Volkes Sorgen,

Dort wartet Sieg und Gefahr.“

Nachzulesen gibt es die Geschichte der epischen Schlacht am Naratschsee bei unserem Geschichtsschreiber Walter Flex in „Die russische Frühjahrsoffensive 1916“ und darin geht es nun weiter: https://digi.landesbibliothek.at/viewer/image/AC05677910/1/

„Das ganze russische 5. Armeekorps war zum Angriff eingesetzt. Es entwickelte sich mit der 10. Division aus Dorf und Vorwerk Stachowce heraus, mit der 7. Division war es anschließend bis zum Narocz-See im Vorfluten. Die vordersten Wellen stürzten, als das vereinigte Artillerie-, Infanterie- und Maschinengewehrfeuer einsetzte, jäh zusammen, als ob eine höllische Sense den Hunderten mit einem Schlage die Knie durch haue. Es war deutlich zu sehen, wie dahinter die stutzenden Massen vorgetrieben wurden, sich taumelnd weiter wälzten, abermals liegen blieben und nun trotz Schreien, Fluchen und Schlägen nicht mehr hoch zu bringen waren. Die russische Führung beging einen doppelten Fehler, den die Masse mit ihrem Blute büßen mußte. Sie überschätzte die Wirkung ihrer Artillerievorbereitung auf deutschen Stacheldraht und deutsche Nerven, und sie trieb den Angriff, statt gleichzeitig ans der ganzen Front der Landenge gegen die deutschen Divisionen vorzugehen und dadurch die Verzettelung des deutschen Abwehrfeuers über einen Riesenraum zu erzwingen, zunächst nur gegen die LXXV. Reservedivision vor. Dieser Fehler, den sie dann während der zwölftägigen Schlacht an den litauischen Seen ans dem Nord-Flügel ebenso wie auf dem Süd-Flügel wiederholte, entsprang wohl der Absicht, die gesamte Angriffsartillerie jeweils auf einen Punkt zu vereinigen, um „mit möglichst starker Faust“ erst einmal an einer Stelle durchzubrechen und dann unter erneutem Einsatz aller artilleristischen und infanteristischen Kraft die Flanke der Nachbardivisionen an der zertrümmerten Front zu packen und abzutun. Aber durch dieses Verfahren wurde es dem Generalkommando XXI möglich gemacht, gleichzeitig die Artillerie mehrerer Divisionen frontal und flankierend vor die schmale Front der jeweils angegriffenen Regimenter wirken zu lassen. Die Artillerie der Nachbargruppen (III. Reservekorps und höherer Kavalleriekommandeur VI) kam bereitwilligst solchen Anforderungen ans Unterstützung nach. So stand der ganze erste Schlachttag, um das vorwegzunehmen, unter dem Zeichen einer vorwiegend artilleristischen Abwehrschlacht, an der sich die Infanterieregimenter in einer beinahe eifersüchtigen Rauflust zu beteiligen suchten. Nach kaum dreiviertelstündiger Dauer war der erste Angriff am Narocz-See abgeschlagen. Die russische Artillerie verlegte ihr Sperrfeuer wieder auf die Gräben und Hindernisse und trommelte wie in einem Anfall berserkerhafter Wut mit hitzig gesteigerter Kraft auf den zähen Gegner. Die aus Stachowce mitgeführten fahrbaren Maschinengewehre waren wie wertloses Kinderspielzeug auf den umgepflügten Schneehängen liegen geblieben und wurden durch die deutschen Batterien zu Plunder zusammengeschossen und in die Erde gestampft. Nach fast vierstündigem Trommelfeuer begann gegen elf Uhr auch auf dem Nordflügel die Infanterieschlacht. Ein 131er wurde durch den Luftdruck eines Volltreffers aus seinem Unterstand geschleudert. Er sah. zu Boden geworfen, seinen Unterstand als eine einzige Feuerflamme. Mit zerfetzten Kleidern, verbranntem Haar und kohlschwarzem Gesicht fand er sich im Wasser. Aber kaum zur Besinnung gekommen, fühlte er, daß der Graben plötzlich nicht mehr unter Artilleriefeuer lag. Die russischen Granaten fuhren tosend in die Stützpunktlinie hinter ihm. Er warf einen Blick über die Brustwehr und stürmte lauthals schreiend mit seinem Niggergesicht durch Schlamm und Wasser. „Die Muschiks! Sie kommen!“ Auch in den Nachbarkompanien rüttelten schon die Alarmposten die Mannschaften auf. Die Signalhupen trompeteten. Trillerpfeifen schrillten. Eine unbeschreiblich wilde Freude halte die Leute gepackt, als sie sich endlich aus Schlamm und Wasser wieder auf recken und strecken und frei auf den Schützenauftritt springen konnten. „Die Muschiks! Die Muschiks!“ brüllten sie sich mit atemverschlagender Erregung zu, und schon in diesem Alarmruf, der dem Feinde auch in diesem Augenblick nur den gutmütigen Spott des Übernamens gönnte, lag die ganze unverwüstliche Überlegenheit, das unbekümmerte Selbstbewußtsein des deutschen Musketiers. Die Leute sprangen gleichgültig gegen Gefahr in die breiten Breschen, die von russischen Minen in den Erdwall gerissen waren…“